Die Zypresse...von 26. Juli bis 4. August


…Die wegweisende Kraft der Klarheit…

Carpe Arborem

»In jedem Chaos ist ein Kosmos. In jeder Unordnung, eine geheime Ordnung.« C.G.Jung

Dieses Zitat von C.G. Jung, einer berühmten Zypressepersönlichkeit und Schweizer Psychiaters, könnte nicht treffender sein, um die Kraft und die damit einhergehenden Herausforderung zu beschreiben, welche die Zypresse an den kommenden Tage in uns verstärkt und uns damit auffordert, diese in unserem Leben zu integrieren, also auch zur Anwendung zu bringen.

Wer von euch kennt nicht das Gefühl, dass unser Leben einer Achterbahnfahrt gleicht. Zuerst geht unser Weg mal ziemlich steil bergauf, er kommt uns mühsam vor, wir kommen scheinbar nur schleppend und im Schneckentempo voran und zweifeln am Sinn dieses Weges, der uns viel zu anstrengend erscheint und den wir uns doch viel leichter und freudvoller vorgestellt hatten, als er sich nun anfühlt.

Dann endlich, wenn wir am Gipfel angekommen sind, sprich, ein uns vorgenommenes Ziel endlich erreicht haben, bietet sich uns die Gelegenheit, unsere Perspektive zu ändern und mal von oben auf unser bisheriges Leben und unseren bereits zurückgelegten Weg herabzublicken. Wir sehen die Landschaft mit all ihrer Schönheit aber auch all die damit verbunden Herausforderungen, welche sich als vermeintliche Hindernisse tarnten, plötzlich viel klarer. Wir erkennen Zusammenhänge von bestimmten Ereignissen besser und die Lehren, die wir für unser weiteres Leben daraus ziehen können. In diesem Moment herrscht absolute Still in uns und es durchströmt uns ein tiefes Gefühl von Frieden. Eine innere Ruhe stellt sich ganz wie von selbst ein, ohne unser Zutun. Endlich angekommen und ZU-FRIEDEN.

Wer von euch, und seid bitte ehrlich zu euch selbst, hat sich in diesen Momenten, in denen wir der Vollkommenheit des Lebens so nah wie nie zuvor sind, nicht schon mal gewünscht, genau jetzt die Notbremse zu ziehen, um für immer in diesem Zustand bleiben und baden zu können. Diese sind für mich, sowie für C.G. Jung, der in diesem Zitat sehr treffend beschreibt, sogenannte Zustände, in denen wir uns in einer höheren und geheimnisvollen Ordnung befinden. Hier fühlen wir uns wohl, sicher, geborgen, angekommen und zu Hause, im tiefen Frieden mit uns Selbst und der Welt.

Doch wir müssen keine Quantenphysiker sein, die, wenn sie die Energiezustände der Elektronen, welche sich mit enormer Geschwindigkeit um den Atomkern bewegen, erforschen, um dann festzustellen, dass nach jedem Zustand einer  höheren Ordnung, sogleich auch schon wieder die nächste Talfahrt, das nächste Chaos, folgt, da wir feststellen mussten, dass die Achterbahn, in der wir immer noch drin sitzen, leider keine Bremsen hat, geschweige denn ein Möglichkeit einfach auszusteigen. Genauso wenig wie ein Elektron nicht die Wahl hat zu sagen: „ So ich hab das Auf und Ab beim Kreisen um den Atomkern langsam satt. Ich mach jetzt mal eine längere Pause bzw. Urlaub an der Stelle, auf dem Gipfel, wo ich mich gerade befinde.“

Und so sitzen wir also in unserer persönlichen Achterbahn, bewegen uns auf den nächsten Abgrund und die nächste Kurve zu, ohne zu wissen, wohin uns die nächste Talfahrt führen wird, welches Chaos und wie viele Kurven uns dort noch erwarteten werden, bis wir unser nächstes Ziel, den nächsten Gipfel wieder aus der Ferne erblicken werden, um ihm zu folgen und auch ihn wieder zu erklimmen. Da stellt sich uns dann die Frage: „Wozu das Ganze, das Auf und Ab, Hin und Her, Vor und Zurück?“ 

Die Antwort, welche uns die Zypresse entgegnen würde, könnte folgendermaßen lauten:
„Die einzige Wahl, die wir als Mitschöpfer unseres Lebens haben, ist die, ob wir es schaffen unseren Weg mit alle seinen auf ihm liegenden Zwischenzielen bewusst wahrzunehmen und die sich bietenden Gelegenheiten zu nutzen, um sich zu wandeln, daran zu wachsen und somit unser Bewusstsein zu erweitern. Sicher ist, dass wir alle irgendwann wieder dort  ankommen werden, wo einst alles begann und wir zu unserm Ursprung zurückkehren werden. Die Frage die wir uns spätestens dann stellen werden ist: ‚Haben wir davor wirklich gelebt?‘“

Zum Abschluss noch folgendes Zitat von Buddha, welches das ganze sehr gut beschreibt:
„Am Ende zählen nur 3 Dinge: Wie viel du geliebt hast, wie sanft du gelebt hast und wie dankbar du Dinge loslässt, die nicht für dich bestimmt sind.“